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Vortex Indicator — VI+ / VI−

Der 2010 von Etienne Botes und Douglas Siepman entwickelte Vortex-Indikator isoliert Trendwenden und orientiert sich dabei an Wirbelbewegungen in der Natur. Statt wie der ADX die Stärke einer Bewegung zu messen, stellt der Vortex zwei Komponenten direkt gegenüber – VI+ (bullischer Wirbel) und VI− (bärischer Wirbel) –, deren Kreuzungen den Moment markieren, in dem der dominierende Druck kippt. Er ist ein Werkzeug für das Timing von Umkehrungen und ergänzt Oszillatoren wie RSI oder KST, die Erschöpfung erfassen.

Definition und Formel

Der Vortex setzt die übliche True Range (TR) zu zwei „Vortex-Bewegungen“ (VM) ins Verhältnis, die aus den Differenzen aufeinanderfolgender Hochs und Tiefs berechnet werden:

VM+ = |Hoch(t) − Tief(t−1)|
VM− = |Tief(t) − Hoch(t−1)|
VI+ = Σ VM+ / Σ TR (über 14 Perioden)
VI− = Σ VM− / Σ TR (über 14 Perioden)

VI+ und VI− bewegen sich typischerweise zwischen 0,6 und 1,3. Ihre Summe bleibt bauartbedingt nahe 2,0 – nähern sich VI+ und VI− an, deutet das auf Konsolidierung hin, laufen sie auseinander, auf eine klare Richtungsbewegung.

Den Vortex lesen

Kreuzungen von VI+ und VI−

Bemerkenswerte Niveaus

Wie Cash Scanner den Vortex nutzt

Der Vortex fließt über das binäre Signal vi_trend_up in den Score /100 ein:

Grenzen und typische Fehler

Weiterführende Leitfäden

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